• Letztes Update:   28. Juni 2017

Protest gegen geplante Neonazidemonstration

Nachdem seit Wochen Rechte in Merseburg und im Saalekreis online und auf der Stra├če verst├Ąrkt gegen Asylsuchende hetzen, k├╝ndigen f├╝r den 14. November 2015 lokale Neonazis vom selbsternannten "Kampfb├╝ndnis Mitteldeutschland" eine Demonstration in Merseburg an. Unter dem Motto: ÔÇ×Wir retten unser LandÔÇť und ÔÇ×Deutsche Interessen zuerstÔÇť wollen sie ihre menschenverachtende Ideologie auf die Stra├če tragen. Mit "HERZ STATT HETZE" rufen das Merseburger B├╝ndnis gegen Rechts und andere Gruppen zum Protest gegen die Neonazidemonstration auf.

"Seit mehreren Wochen mobilisieren Nazis, Rassisten und besorgte B├╝rger, darunter auch das Kampfb├╝ndnis Mitteldeutschland, gegen Gefl├╝chtete und deren Unterbringung in unserer Stadt. In Merseburg-West versammeln sich jeden Abend Menschen vor einer Notunterkunft f├╝r AsylbewerberInnen, um mit rassistischen Parolen gegen Fl├╝chtlinge zu demonstrieren.

Der Hass gegen Gefl├╝chtete, Migranten und Muslime schl├Ągt sich zudem in Gewalttaten nieder. So wurde am Merseburger Gotthardteich ein Somalier durch einen Schuss verletzt. Am Bahnhof griffen mehrere T├Ąter unl├Ąngst einen Mann aus Guinea-Bissau an. Vor wenigen Wochen wurde das interkulturelle Zentrum in der Dammstra├če durch einen Brandanschlag attackiert. Auch nicht-rechte Jugendliche und demokratische PolitikerInnen werden in Merseburg immer wieder von Neonazis attackiert. Die Zahl rechter und rassistischer Gewalttaten stieg zuletzt stark an", hei├čt es im┬áAufruf von "Merseburg gegen Rechts".

Das B├╝ndnis ruft auf: "Zeigen Sie Herz! Kommen Sie am Samstag, dem 14. November 2015, ab 11:00 Uhr zu den friedlichen Protesten gegen den Naziaufmarsch. Wir treffen uns am Bahnhof Merseburg und an der Unterkunft f├╝r Gefl├╝chtete, in der Otto-Lilienthal-Stra├če in Merseburg-West. Unser Ziel ist der Schutz der in Merseburg-West lebenden Gefl├╝chteten vor rassistischer Propaganda und Angriffen auf die Unterkunft. Mit unserem Demonstrationszug zur Unterkunft wollen wir in der Stadt ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen."